Warum ich lektoriere
Geschichten haben mich schon immer begleitet.
Doch seit ich selbst schreibe, hat sich auch mein Blick beim Lesen verändert.
Ich lese heute auf zwei Ebenen zugleich: als Leserin und als Autorin.
Einerseits lasse ich mich noch immer von Geschichten mitreißen, verliere mich in Welten, Figuren und Emotionen.
Andererseits achte ich inzwischen auch auf das, was dahinterliegt: auf Stil, Atmosphäre, Satzrhythmus, Lesefluss und darauf, warum bestimmte Szenen besonders berühren.
Gerade diese zwei Perspektiven haben meinen Blick für Texte geprägt und schließlich auch meinen Weg zum Lektorat.
Meine Philosophie
Geschichten bedeuten mir mehr als nur Worte auf Papier.
Sie können berühren, Trost spenden, zum Nachdenken anregen oder uns für einen Moment in eine andere Welt mitnehmen.
Durch das Schreiben habe ich gelernt, wie viel Herzblut, Zeit und Mut in einem Manuskript stecken. Genau deshalb ist mir ein wertschätzender Umgang mit Texten besonders wichtig.
Ich möchte Geschichten nicht so lange „verbessern“, bis sie ihre eigene Stimme verlieren. Denn jede Geschichte klingt anders. Jede Autorin schreibt anders. Und genau das macht Texte lebendig.
Beim Lektorieren ist es mir deshalb wichtig, nicht die Persönlichkeit eines Textes zu verändern, sondern sichtbar zu machen, was bereits in ihm steckt: Atmosphäre, Emotionen, Charaktere und all die kleinen Details, die eine Geschichte besonders machen.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum mich das Lektorieren so begeistert: Weil ich Geschichten nicht nur lesen darf, sondern Autor:innen ein Stück auf ihrem Weg begleiten kann.
Wie ich arbeite
Jede Geschichte ist anders und genauso individuell möchte ich auch ans Lektorat herangehen.
Beim Lesen achte ich auf alles, was mir innerhalb des Textes auffällt: von Lesefluss und Atmosphäre bis hin zu sprachlichen oder inhaltlichen Unstimmigkeiten.
Mein Lektorat erfolgt dabei in mehreren Schritten:
- Zunächst lese ich das Manuskript vollständig aus Leser:innen- und Autorinnenperspektive und erstelle ein erstes Gutachten.
- Anschließend legen wir gemeinsam Schwerpunkte fest, bevor die eigentliche Lektoratsrunde beginnt.
- Nach der Überarbeitung folgt eine zweite Runde, um neue Unstimmigkeiten oder offene Stellen erneut im Gesamtbild zu betrachten.
Da ich neben meiner Tätigkeit als Autorin auch hauptberuflich Lehrerin bin, erfolgt mein Lektorat in kleiner Kapazität und mit bewusst persönlicher Betreuung.
Welche Projekte begleite ich
Mein Schwerpunkt liegt auf Werken im Bereich Fantasy. Dabei spielt das Subgenre keine Rolle: von High Fantasy über Urban Fantasy bis hin zu düsterem Grimdark Fantasy.
Bei anderen Genres entscheide ich individuell nach einer ersten Leseprobe.
Nicht begleite ich Projekte mit explizitem Spice, starkem Gore oder Inhalten, die extremistische Weltanschauungen verherrlichen.